08.12.2016

Gehaltsstudie - Gehälter im Einkauf und der Logistik ziehen deutlich an

Gehälter im Einkauf und der Logistik ziehen deutlich an

Das Gehalt von Einkäufern steigt. Allerdings verdienen Einkaufsmanager noch immer weniger als Vertriebsleiter. Frauen schneiden deutlich schlechter ab, zeigt der Einkäufer Gehaltsreport 2016 auf.

Die Gehälter im Einkauf sind 2015 im Vergleich zu 2014 um 3,3 Prozent gestiegen. Je nach Befragung varrieren aber die Gehälter im Einkauf. Die aktuelle Untersuchung hat ein Durchschnittsgehalt von 50.788 Euro für das Berufsfeld Einkauf und Logistik errechnet. Die Gehaltsschere zwischen Frauen und Männern ist dabei eklatant. Einkäuferinnen kommen auf ein durchschnittliches Gehalt im Einkauf von 45.449 Euro, Einkäufer verdienen dagegen 53.214 Euro im Jahr. An der Onlinebefragung haben rund 50.000 Fach- und Führungskräfte teilgenommen.

Eine durchgeführte Studie hat dagegen bereits Anfang 2015 ein deutlich höheres Gehalt wie auch einen stärkeren Anstieg der Gehälter im Einkauf ermittelt. Demnach lagen die Gehälter im Einkauf Anfang 2015 um 4,3 Prozent höher als im Vergleichszeitraum 2014. Durchschnittlich verdient ein Einkaufsmanager 60.403 Euro im Jahr, wie der Einkäufer Gehaltsreport 2015 aufzeigt. Sehr gut haben sich die Gehälter in den Führungsetagen entwickelt. Ein Einkaufsleiter kommt 2015 auf durchschnittlich 85.788 Euro. Das ergibt gegenüber dem Gehaltsreport 2014 einen Zuwachs in Höhe von knapp 7 Prozent.

Verteilt nach Bundesländern zeigt die Untersuchung, dass das durchschnittliche Gehalt im Berufsfeld Einkauf und Logistik in Bayern mit 55.970 Euro am höchsten ist, gefolgt von Hessen mit 54.124 Euro. Schlusslicht ist Mecklenburg-Vorpommern mit 39.912 Euro. Allerdings kommen Einkäufer in diesem Bundesland auf ein Gehaltsplus von 7,1 Prozent gegenüber 2014.

Das Durchschnittsgehalt von Fach- und Führungskräften in Deutschland bleibt im Vergleich zu beiden Vorjahren unverändert – rund 52.000 Euro brutto. Branchen mit hohen Gehältern zahlten hingegen noch einmal deutlich mehr als im Jahr zuvor. Am deutlichsten sind die Gehälter für Fachkräfte in der Medizintechnik, Chemie sowie bei Banken und Pharmaunternehmen gestiegen (rund 3 Prozent).

Berufserfahrung zahlt sich aus. Bei einer über 10-jährigen Berufserfahrung verdienen Einkaufsmanager im Aufgabenfeld Prozess- und Supply-Chain-Management mit einem durchschnittlichen Gehalt von 72.844 Euro am meisten. Trotz der Gehaltssteigerungen liegt der Einkaufsmanager noch immer unterhalb der Gehaltsstrukturen von Vertriebsleitern. 2015 lag das Durchschnittsgehalt eines Vertrieblers bei 54.973 Euro. Der Grund dafür liegt in der Historie des Einkaufs. In der Regel wickelte der Einkauf einst nur Bestellungen ab. Heute ist der Einkauf eine hochkomplexe Tätigkeit, in der es um Risikomanagement und technisches Know-how geht. In der Regel beschäftigt sich gut die Hälfte der Einkaufsmanager auch mit strategischen und projektbezogenen Aufgaben neben der operativen Tätigkeit.

Bezahlt macht sich bei der Gehältern im Einkauf die Übernahme von Personalverantwortung. Einkaufsmanager mit Personalverantwortung verdienen durchschnittlich 21 Prozent mehr. Die Höhe des Gehalts ist auch von der Höhe des Jahresumsatzes der Firma abhängig. Eine größere Firma zahlt bessere Gehälter.