05.09.2019

Networking als Recruiting-Instrument

Warum Topmanager heute in Netzwerken sichtbar sein müssen

Recruiting stellt für Unternehmen besonders in Zeiten des Fachkräftemangels ein essentielles Thema dar. Wachstum und Erfolg hängt nicht zuletzt an der Fähigkeit, die bestmöglichen Talente zu rekrutieren. Dies betrifft sowohl die Führungspositionen als auch die Besetzung von strategisch wichtigen Stellen: Um zum Beispiel die Chancen neuer Technologien auszuschöpfen, braucht ein Unternehmen Fachkräfte mit der passenden Expertise. Wichtig ist es, diese Experten für das eigene Unternehmen zu gewinnen und langfristig halten zu können.

Die Sichtbarkeit von Führungskräften in Netzwerken ist heute wichtiger denn je.
In einem kompetitiver werdenden Umfeld zeigt die derzeitige Entwicklung, dass Networking beim Recruiting insgesamt einen gesteigerten Stellenwert einnimmt. Damit gewinnt die Rolle der Führungskräfte und von Persönlichkeiten wie Geschäftsführer, CEOs und Unternehmensgründer als herausragende Repräsentanten an Bedeutung.

Recruiting im Wandel: Networking wird wichtiger
Das Recruiting hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Traditionelle Formen der Ansprache verlieren an Bedeutung, während gleichzeitig andere Recruiting-Instrumente wichtiger werden. Die Tendenz hin zum aktiven Recruiting charakterisiert die Entwicklung. Allen voran ist Networking aus diesem Bereich nicht mehr wegzudenken: Zahlreiche neue Formate wie Networking- und Recruiting-Events gehören bei vielen Unternehmen inzwischen zum Standard. Auf beruflichen Online-Plattformen suchen Unternehmen gezielt Kandidaten und sprechen diese proaktiv an.

Als Topmanager werden Sie als Repräsentant Ihres Unternehmens wahrgenommen und als Entscheidungsträger kommt Ihnen vermehrt mediale Aufmerksamkeit zu.

Die Rolle von Topmanagern bei Recruiting

Topmanagern kommt beim Recruiting eine wachsende Bedeutung zu: Sie sind Identifikationsfiguren und Vorbilder. Sie repräsentieren mit ihren Aussagen und ihrem Handeln ihr Unternehmen sowie dessen Vision. Deswegen spielen Topmanager eine wichtige Rolle, wenn es darum geht die Aufmerksamkeit von gefragten Experten zu erregen und diese ans Unternehmen zu binden.

Networking meint mehr als nur digitale Netzwerke

Spreche ich hier von der Sichtbarkeit in Netzwerken, meine ich weit mehr als nur die digitalen Plattformen. Sicher sind diese ein wichtiges Instrument, vor allem wenn es um internationales Networking geht. Doch auch heute spielt sich Networking zu einem wesentlichen Teil im „richtigen“ – das heißt analogen – Leben ab. Vielleicht ist der persönliche Kontakt gerade heute sogar wichtiger als zuvor. Gerade in einem Marktumfeld, in dem sich starkumworbene Experten und Fachkräfte den Arbeitgeber aussuchen können, erhalten oft die Unternehmen den Zuschlag, deren Werte und Kultur ebenso gut zum Kandidaten passen wie die eigentliche Aufgabe.

Werte, Führungsverständnis und Unternehmenskultur lassen sich über einen persönlichen Austausch authentischer transportieren als über Nachrichten und schriftliche Forenbeiträge.

Unter Sichtbarkeit verstehe ich daher beispielsweise eine stärkere Präsenz bei Veranstaltungen und Events, die Teilnahme an Panel-Diskussionen und die regelmäßige Pflege von persönlichen Kontakten. Sichtbarkeit lässt sich aber auch durch eine gezielte Kommunikationsstrategie verstehen. Wer aktiv Zukunftsthemen setzt und diese vorantreibt, wird verstärkt in Diskursen als Agenda-Setter wahrgenommen.

Die Sichtbarkeit von Topmanagern in Netzwerken

Um die Funktion von Netzwerken für Top-Führungskräfte zu bewerten, müssen zwei Aspekte betrachtet werden: Zum einen dienen Netzwerke verstärkt als Sicherheitsnetz für die eigene Karriere. Zum anderen trägt Networking vermehrt dazu bei, die Zukunftsfähigkeit des eigenen Unternehmens sicherzustellen. Topmanager fungieren als Vorbilder, verkörpern die Führungs- und Unternehmenskultur und sie besetzen im besten Fall Zukunftsthemen.

Eine bewusste Positionierung, um mehr Sichtbarkeit in den eigenen Netzwerken zu erreichen, ist also mehr als reiner Selbstzweck. Networking sollte allein darum bei Führungskräften eine höhere Priorität einnehmen und entsprechend als strategisches Recruiting-Instrument verstanden werden. Es steigert idealerweise das Image des Unternehmens als attraktiver Arbeitgeber und trägt so zur Zukunftssicherung bei.

Quelle: topmanager