20.01.2020

Onboarding ist die Aufgabe der Führungskräfte

Das Onboarding ist mit entscheidend dafür, ob ein neuer Mitarbeiter in einem Unternehmen an Bord bleibt oder nicht.

Was macht ein gutes Onboarding aus?

Das A und O für eine erfolgreiche Einarbeitung ist ein transparenter Einarbeitungsplan, der alle Stufen und Stationen des Onboardings aufzeigt. So weiß der neue Mitarbeiter, was auf ihn zukommt, und er kann sich darauf einstellen, diesen abzuarbeiten.

Wie lässt sich eine Überforderung in den ersten Tagen vermeiden?

Eine Informationsüberflutung entsteht oft dann, wenn das Onboarding schlecht durchdacht ist. Informationen wie den Grundriss des Standorts, den Speiseplan der Kantine oder die Namen und Gesichter der Teamkollegen kann man dem neuen Mitarbeiter schon vor dem ersten Arbeitstag zukommen lassen. Mit kleinen Informationshäppchen kann sich der Neuling so schon etwas vorbereiten. Wenn später jemand ein bestimmtes Thema spricht, kommt ihm das schon bekannt vor.  

Wie viel Eigeninitiative kann man vom neuen Mitarbeiter erwarten?

Zuletzt ist die Bereitschaft dazu leider massiv gesunken, deshalb muss man sie aktiv einfordern. Dafür empfehle ich kleine Aufgaben für den neuen Mitarbeiter. Man kann ihm zum Beispiel eine Liste mit den Namen von Sales-Kollegen geben, die er zu Kunden begleiten wird. Die soll er bitte selbständig kontaktieren und das weitere Vorgehen in Eigenregie abstimmen. Nicht alles muss immer zentral gesteuert sein.  

Welche Abteilung kümmert sich um das Onboarding?

Einer der größten Denkfehler ist, dass das Onboarding die Aufgabe der Personalabteilung ist. Nein! Das ist der Job der Führungskräfte. Sie müssen sicherstellen, dass die Einarbeitung vorankommt und der Mitarbeiter möglichst schnell voll einsetzbar ist.

Wie unterscheidet sich das Onboarding einer Führungskraft von dem einer Arbeitskraft?

Bei Führungskräften geht es vor allem um das Erreichen von Zielen. Dafür muss man zum einen Führungskraft und Team zusammenbringen, und zum zweiten muss die neue Führungskraft von den anderen Verantwortlichen lernen,wie die Firma tickt. Oft wird dabei vergessen, einen Übergang festzulegen, ab wann die Verantwortung auf die neue Führungskraft übergeht.

Quelle: Markt und Mittelstand